Leonardo Schul-Award 2009: Namensgeber des Wettbewerbs lebensgroß in Beton gegossen

So präsentierte sich der 2,5 Meter große „Beton-Leonardo“ während der Preisverleihung auf der Bühne. So präsentierte sich der 2,5 Meter große „Beton-Leonardo“ während der Preisverleihung auf der Bühne.

„Leonardo Schul-Award“ - so heißt ein in Wiesbaden vor wenigen Jahren von einer Bürgerstiftung ins Leben gerufenes Projekt. In acht verschiedenen Kategorien können hier Wiesbadener Schüler Kreativität und Teamgeist beweisen. Neben Geldpreisen erhalten die Siegerteams als Trophäe einen goldenen Leonardo. In diesem Jahr präsentierte sich der Namensgeber des Wettbewerbs aber auch auf der Bühne des Wiesbadener Kurhauses - lebensgroß und in Beton gegossen.

Das Multitalent Leonardo da Vinci hätte mit Sicherheit seine Freude an dem Wiesbadener Wettbewerb gehabt. Als genialer Künstler, Naturforscher, Architekt und Techniker war er in allen Kunst- und Wissenschaftsgebieten forschend und schöpferisch tätig. Damit wurde Leonardo zum Symbol des kreativen Menschen. Und mit dem „Leonardo Schul-Award“ bekommen nun auch Schüler der Klassen 8 bis 13 von rund 30 Wiesbadener Schulen die Möglichkeit, ihre Talente unter Beweis zu stellen. Dass sie dies mit viel Freude und Enthusiasmus tun, dies zeigte sich bei der diesjährigen Preisverleihung im Wiesbadener Kurhaus. Gleich 24 Schülerteams wurden hier vor über 1.000 Gästen ausgezeichnet - in den unterschiedlichsten Kategorien, von Kunst & Design, Wirtschaft und Technologie über Musik und Soziales bis hin zu Theater und Medien.

Neu war in diesem Jahr die Idee, anlässlich der Preisverleihung mit überlebensgroßen Leonardo-Figuren eine öffentlichkeitswirksame Aktion durchzuführen, um so das Projekt noch stärker in den Fokus der Wiesbadener Bevölkerung zu bekommen. An dem „Making off“ seiner überlebensgroßen Figur aus dem Trendwerkstoff Beton hätte Leonardo gewiss seine Freude gehabt. Denn auch hier waren Kreativität und Innovationsfreude gefragt. Hergestellt wurde der 2,50 Meter große „Beton-Leonardo“ von der Lothar Beeck Fertigteilbau GmbH, einem innovativen und hoch spezialisierten Familienunternehmen aus Mönchengladbach. Zunächst erfolgte dabei der Formenbau bei dem angegliederten Formen- und Modellbauunternehmen Shapers. Hier wurde in filigraner Arbeit detailgenau die Schalung zum Gießen der Figur hergestellt. Anschließend kam ein selbstverdichtender, weißer Hochleistungsbeton auf Basis Dyckerhoff Flowstone zum Einsatz. Solche Betone zeichnen sich durch eine enorme Fließfähigkeit sowie hervorragende Selbstverdichtungseigenschaften aus. Die Anwendungsmöglichkeiten von Flowstone sind besonders anspruchsvolle Formteile sowie dünnwandige Elemente. Um einen optischen Kontrast zu erzeugen, wurde der Sockel des Leonardo in der Farbe grau ausgeführt, während die Figur selbst ganz in Weiß erstrahlt. Unterstützt wurde das Projekt von der Wiesbadener Dyckerhoff AG, die sowohl den Formenbau, als auch die Herstellung der ersten beiden Leonardos sponserte und diese dem Veranstalter des Wettbewerbs als Leihgabe zur Verfügung stellte.

In filigraner Arbeit wurde detailgenau die Schalung zum Gießen der Leonardo-Figur hergestellt. In filigraner Arbeit wurde detailgenau die Schalung zum Gießen der Leonardo-Figur hergestellt.