Stahlfaserbeton In Kandel bei Karlsruhe entsteht auf einem 12 ha großen Grundstück die zweite Lagerhalle der Firma Gazeley Germany GmbH mit insgesamt 18.400 m² Logistikfläche. Für die Herstellung der Böden zeichnet die Firma Gorlo Industrieboden GmbH & Co.KG aus Bielefeld verantwortlich.
Gemeinsam mit den Experten der Dyckerhoff Niederlassung Saar-Mosel wurde im Vorfeld ein Rezeptur- und Logistik-Konzept für die Lieferung hochwertigen Transportbetons erstellt. Durch diese enge Zusammenarbeit konnten die hohen Anforderungen an eine gleichbleibend gute Qualität der Böden und Oberflächen erfüllt werden.
Die fertigen Böden sollten die folgenden, unterschiedlichen Ansprüche erfüllen.
All diese Vorgaben stellten hohe Anforderung an die logistische Planung und die eingesetzten Baustoffe, sowie an den Einbau der Flächen. Gemeinsam mit unserem Bauberater und der Prüfstelle von Dyckerhoff Beton erstellten die Bauleiter der Firma Gorlo Industrieboden GmbH einen Qualitätsplan, um diesen Herausforderungen schon im Vorfeld zu genügen.
Zunächst entschieden sich die Bauleiter in enger Abstimmung mit unseren Beratern für den Einsatz eines Stahlfaserbetons C 30/37 unter Nutzung von Edelsplitt. Im Gegensatz zu dem ursprünglich geplanten Rundkorn (Mainmaterial) konnten mittels dieser Gesteinskörnung größere Schwankungen der Kernfeuchte und des Saugverhaltens vermieden und die Rezeptur besser ausgesteuert werden. Damit wurde eine sehr hohe Gleichmäßigkeit der ausgelieferten Betonrezeptur gewährleistet, die eine Voraussetzung für die Erreichung der geforderten Ebenheit des Bodens war.
Die eingesetzte Rezeptur bot aber auch noch weitere Vorteile für den Kunden und sicherte die Erfüllung der Anforderungen:
Ein entscheidender Punkt für die Gewährleistung einer gleichbleibend guten Transportbetonqualität war die Bewältigung logistischer Anforderungen. Um eine gleichbleibende Verdichtungsfähigkeit und Verarbeitbarkeit des Betons zu ermöglichen und um der Bildung von Inhomogenitäten, Farbverschiebungen und Unebenheiten entgegen zu wirken, mussten Variable wie
in die Planungen einbezogen werden. Es galt vor allem, eine just in time-Lieferung zu realisieren und lange Wartezeiten zu vermeiden. Bei der Größe der einzelnen Betonierabschnitte konnte nur so für die erforderliche Homogenität und für eine ausreichende Nachbehandlung des Betons gesorgt werden. Beide Parameter sind Vorraussetzung für die Dauerhaftigkeit des Betons und die Langlebigkeit und Ebenheit des Industriebodens.
Zur Qualitätssicherung während der Bauarbeiten wurden im liefernden Werk und direkt an der Baustelle regelmäßig Konsistenzproben entnommen und geprüft. Diese Maßnahmen garantierten nicht nur für optimales Material, sondern ermöglichten den Arbeitern auch einen reibungslosen Einbau ohne sich jeweils auf neue Gegebenheiten einstellen zu müssen. So wurden gleichzeitig die Einbauzeit und der Personalbedarf reduziert.
Damit sicherte die enge Zusammenarbeit der Firmen Gorlo und Dyckerhoff Beton neben der geplanten Auslastung der Personal- und Maschinenkapazitäten auch die exakte Einhaltung des Bauablaufplanes und damit die engen Fertigstellungstermine.