Monolitischer Betonboden für höchste Ansprüche

TERRAPLAN überzeugt beim Bau der SDV Saarländische Druckerei & Verlag GmbH in Saarwellingen.

Beim Neubau eines Druckereigebäudes im saarländischen Saarwellingen wurden rund 3.000 m² TERRAPLAN hergestellt. Entstanden ist dabei ein monolithischer Betonboden, ganz ohne Beschichtung. Das einzigartige TERRAPLAN-Konzept bietet optimale Gebrauchseigenschaften und Wirtschaftlichkeit und überzeugt durch seinen dauerhaft brillanten Glanz.

Elegant wie ein Terrazzo: Ein Boden aus reinem Beton


An Industrieböden in Druckereien werden hohe Anforderungen gestellt. Sicherer Lastabtrag großer Gewichte aus temporärer Lagerung von Rohstoffen und halbfertigen Druckerzeugnissen, Ebenflächigkeit für leichten Transport mit Flurförderfahrzeugen, Dauerhaftigkeit und einfache Reinigung. Die Wahl fiel auf TERRAPLAN. Dieses neuartige Fußbodensystem im Transportbetonverfahren verbindet die tragende Konstruktion mit der Nutzschicht in einem monolithischen Betonsystem aus einem Guss. Durch intelligente Nutzung der vielfältigen positiven Eigenschaften des Betons kann auf eine Beschichtung vollständig verzichtet werden.

TERRAPLAN unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen Industriefußböden. Die Betonrezeptur wird in Bezug auf die spätere Farbgebung der Oberfläche speziell auf die gestalterischen Wünsche des Auftraggebers abgestimmt. In Analogie zum klassischen Terrazzoboden kommt auch bei TERRAPLAN der Gesteinskörnung eine besondere Bedeutung zu, denn sie bestimmt nach der finalen Oberflächenbehandlung maßgeblich das Erscheinungsbild des Bodens. Die Gesteinskörnungen in den Silos von Transportbetonanlagen enthalten üblicherweise regionale Natursteine, die nicht selten ein umfangreiches Angebot an Farbnuancen bieten. Durch individuelle Komposition des Betons aus einer Vielzahl von Zuschlägen und Bindemitteln ist TERRAPLAN auch optisch eine interessante Alternative zu herkömmlichen Bodensystemen.

Optimale Gefügedichtigkeit


Der Frischbeton wurde als gut pumpfähiges und leicht verarbeitbares Material im Fahrmischer angeliefert, ließ sich zügig einbauen und stellte so eine optimale Gefügedichtigkeit sicher. Die erforderliche Ebenheit wurde durch Einsatz von Tellerglättern errreicht. Der Betonboden war bereits am Folgetag begehbar und nach zwei Tagen mit leichten Fahrzeugen befahrbar. Zum Einsatz kam hier ein Beton der Festigkeitsklasse C30/37, der in der Konsistenz F 4 eingebaut wurde. Die Rezeptur enthielt Saarmaterial als Gesteinskörnung und einen Portlandzement CEM I 42,5 R.

Besondere Oberflächenbearbeitung, hervorragende Gebrauchseigenschaften


Die Oberflächenbearbeitung bis hin zum finalen Polierschliff fand statt, sobald eine ausreichende Festigkeit erreicht war. Dies konnte über die Betonrezeptur gesteuert werden. Ein spezielles Trockenschliff-Verfahren reduzierte die Staub- und Schmutzentwicklung, so dass auch der allgemeine Baufortschritt durch die laufenden Schleifarbeiten nahezu ungestört erfolgen konnte. Nach Entfernung der oberen Betonhaut durch den so genannten Grobschliff wurde die Oberfläche imprägniert und zur Vorbereitung auf die anschließende Diamantpolierung gehärtet. Moderne Diamantwerkzeuge mit Staubabsaugung polierten in maximal sieben Schleifstufen die Oberfläche auf Hochglanz, bis der Boden dem vom Bauherrn gewünschten Erscheinungsbild entsprach. Besondere Gebrauchseigenschaften wurden durch das großflächige Schleifen des Gesamtbelages erreicht. Die Anzahl der Scheinfugen wurde in Zusammenarbeit mit dem Gebäudestatiker festgelegt und orientierte sich üblicherweise am Stützenraster (Feldgrößen bis zu 400 m²). Gegenüber kleinformatigen Bodenbelägen mit hohen Fugenanteilen lassen sich auf den TERRAPLAN – Flächen Fahrzeuge komfortabel und vor allem sicher bewegen. In der Druckerei Saarwellingen können die schweren Papierpaletten beim Transport durch Gabelstapler jetzt ohne die von allen herkömmlichen Bodenbelägen bekannten Schleifspuren zielgenau manövriert werden. Durch die Oberflächenveredelung wird der Boden zwar glänzend, bleibt aber dennoch griffig, so dass beim Betrieb der Gabelstapler Vibrationen und die damit verbundenen Fahrgeräusche erheblich reduziert werden. Dies ist der Gesundheit der Fahrer zuträglich und verringert zudem den Wartungsbedarf an Verschleißteilen sowie Reifenabrieb. Diese Verunreinigungen bleiben oberflächlich und sind durch einfache Reinigungsprozesse (Wasser und Bürsten) wieder zu entfernen. Im Gesamtergebnis ist der Boden nicht nur hart und hochbelastbar, sondern weist insbesondere eine äußerst feine, ebene und dazu noch ästhetisch glänzende Oberfläche auf. Tages- und/oder Zusatzlicht wird reflektiert und unterstützt so die Ausleuchtung der hell und ästhetisch anmutenden Räume. Die durch den Schleifprozess beeinflussbare Mikrorauheit kann abhängig vom Glanzgrad bis zur Einstufung in die Rutschfestigkeitsklasse R 10 variiert werden.